Spielberichte 2014/15

Sabbenhausen-Geseke 3:1

Opa geht steil

 

„schneller…, nachfassen…., der zweite Ball…., das dauert viel zu lange “ , mit diesen Worten ging Opa ( Andreas Heptner ) heute 90 Minuten steil ab wie zu seinen besten aktiven Zeiten .Zu recht , wenn man ausschließlich das Verhalten des TSV in und um den 16 m Raum als Kritikpunkt sieht .Es ist aber der einzige Passus, wo das Team heute ein Minus verzeichnet , den sowohl das Ergebnis und die gesamte Spielanlage stehen im Plusbereich .
Druckvoll startet der TSV in das Spiel .Immer wieder werden über die Außenpositionen Angriffe gestaltet und im Gegensatz zu sonstigen Begegnungen ist der gegnerische Strafraum auch mit genügend Abnehmern bestückt .

 

Doch das Durchbrechen bis auf die Grundlinien kostet viel Kraft , darunter leidet die Qualität der Flanken .Den Druck kann der TSV konstant hoch halten , weil sie die hohen Befreiungsbälle des Gegners postwendend zurückbefördern können .Die Lufthoheit ist in den Händen der Heimmannschaft .In der 45. Min. klärt Sina Müller , die sich rassige Zweikämpfe mit der Topstürmerin Jana Wibberg liefert ,wieder einmal beherzt und vor allem stark dosiert vertikal .Der Ball landet nach 40 m Flug bei Gina Milutinovic , die im Gewühl die schon am Boden liegende Anna Heptner bedienen kann .Das eine solche Vollblutfußballerin auch noch im Liegen gefährlich ist , beweist Anna mit ihrem anschließenden Tor zum 1:0 .Noch vor dem Halbzeitpfiff stellt sich ein lang vermisstes Ereignis ein . Es „müllert “ wieder in Samsen .Christine Müller , die immer mit Übersicht agierende Mittelfeldspielerin , erhält halblinks 14 m vor dem Tor stehend den Ball .Der Strafraum ist pickepacke voll , Zeit überhaupt nicht vorhanden ,sie trifft die einzig richtige Entscheidung und nimmt den Ball sofort mit dem technisch anspruchsvollen Außenspann , der Ball landet im langen Eck . 2:0 , jetzt passt auch das Ergebnis zu einen bis dahin tollen Fußballspiel .


Zu Anfang der zweiten Hälfte verpasst der TSV gegen einen eigentlich schwächer auftretenden Gegner die Vorentscheidung , es ist ein gefährliches „ Katz und Maus“ Spiel , welches die Wörmkerinnen mit dem Auslassen bester Torchancen bieten .Als Geseke in der 63. Minute den Anschlusstreffer erzielt erhöht sich auch beim Trainer schlagartig der Puls um den Wert40 , Opa an der gegenüberliegenden Seitenlinie haben die Spielerinnen zu diesen Zeitpunkt längst zur Höchstform gepusht . Und sie halten den Spannungsbogen hoch bis zum Exzess als Torhüterin Rike Kräft nur fünf Minuten später überragend den drohenden Ausgleich verhindert . Faye Oakley fährt in der 75 . Minute schließlich die Überdrücke in den Blutbahnen der Zuschauer und Betreuer mit Ihrem Tor zum 3:1 Endstand auf ein nicht mehr gesundheitsgefährdendes Maß zurück .
Der Trainer : In der ersten Halbzeit war es ein tolles Fußballspiel , im zweiten Abschnittwaren wir in der Offensive naiv und fahrlässig . Die beiden Müllerinnen haben auf ihren Positionen vollends überzeugt . Zu der Leistung von Torfrau Rike Kräft meinte ein fachkundiger Zuschauer : „ …was für eine Ausstrahlung “ . Dem ist nichts hinzu zu fügen .

 

12.04.2015

TSV Sabbenhausen-Dedingh​ausen 6:0

 

Stressfrei

Fast immer sind die Heimspiele der Frauenmannschaft des TSV von immensen Aufwand , knappen Spielausgängen , irren Aufholjagden und spannender Hektik geprägt . In der Regel wird im Wörmkestadion nichts für schwache Nerven geboten , fast nie ist die Heimmannschaft hoffnungslos unterlegen aber ebenso wenig spielt sie die Gegner an die Wand , enge Spielergebnisse mit all den pulsbeschleunigenden und adrealinfördernden Nebenwirkungen spiegeln das Karma des dortigen Heimteams wieder .


Es geht aber auch anders . Der TSV Sabbenhausen gewinnt sein Heimspiel gegen Dedinghausen souverän mit 6:0 und in Anlehnung an Pep Guardiolas Klappstuhl verleiht der neben dem Spielfeld stehend Strandkorb in Samsen der Partie so etwas wie Symbolcharakter . Absolut stressfrei , tiefenentspannt , homogen und dabei dennoch genügend ergebnisorientiert seine deutliche Überlegenheit zur Schau zu stellen , gestaltet der TSV den Spielverlauf für sich wie eine zwanglose Morgengymnastik am Strand . An Schönheit den Sonnenaufgängen in südlichen Gefilden nichts nachstehend gestalten sich auch endlich wieder die Spielzüge , für deren Zustandekommen sich hauptsächlich die formverbesserte Faye Oakley , die beiden Heptner Schwestern und Kathi Reker verantwortlich zeigen . Das erste Tor in der 18 Minute ist aber der „alten Dame “ Peggy Stein vorbehalten , die per Abstauber von einer Kopfballvorlage Jessi Eggerts profitiert . Anna Heptners 2:0 nach feiner Einzelleistung in der 30 Minute deutet bei der drückenden Überlegenheit auf die Vorentscheidung des Spieles hin , die die selbige Spielerin in der 55 Minute mit ihrem zweiten Tor verfestigt . Faye Oakley (61. und 90 Minute ), sowie Kathi Reker in der 77 Minute sorgen für das klare Endergebnis .


Richtig abgerundet wird das Resultat durch die Eliminierung jeglicher Chancen des Gegners . Die kleine feine Dreierband Sinavanetti ( Namenskürzel der Dreierkette SINA Müller , Vanessa Tölle , NETTI Dudziak ) plus Torsteherin Rike Kräft spielen ein fast schon professionell anmutendes Programm herunter und werden in dieser Form eine absolute Herausforderung auch für die Spitzenteams in der Liga darstellen .
Jürgen Hasse gutgelaunt nach dem Spiel : Momentan dokumentiert das Team die gute Verfassung durch eine hervorragende Trainingsbeteiligung wieder .Die Chemie der Mannschaft ist beängstigend in Takt . Gerade die Spielerinnen die nicht immer zum Zug kommen , entwickeln sich momentan gut und stellen so wichtige Alternativen dar . Wir werden auch wieder andere Nachmittage mit Hektik und Spannung erleben , aber mit den immer höher angesiedelten Reifegrad der Mannschaft steigt bei uns die Wahrscheinlichkeit den Spitzenteams der Liga „ Feuer unterm Arsch zu machen “. Auf dieses Rückrundenziel freut sich die Mannschaft .

06.04.2015
Damenfußball Bezirksliga TSV Sabbenhausen-Geseke 3:3


Spiel gegen sich selbst

 

 Unbequem , kampfstark , zielstrebig , gefährlich , so lautet im allgemeinen die Einschätzung der gegnerischen Konkurrenz über die Damenriege des TSV Sabbenhausen . Dieses versteckte Kompliment kann der TSV an diesen Ostermontag in der gleichen Form an den Kontrahenten Geseke weitergeben . Die Soester erweisen sich in den folgenden 90 Minuten als erbitterter Gegner , die Spielart ist in vielen Bereichen derart an den Gepflogenheiten des TSV angelehnt , als das man glauben könnte , hier stehen sich zwei geklonte Mannschaften gegenüber . Die im Vorfeld bei der Mannschaftsbesprechung getroffene Aussage : „es wird ein Spiel , als wenn wir gegen uns selber spielen würden “, bestätigt sich im Nachhinein voll und ganz . Geseke stellt den die Grünweißen mit seiner intelligenten Spielweise und aggressiven Wehrhaftigkeit vor mächtige Probleme . Zudem erlangen viele Spielerinnen des TSV nicht im Ansatz ihre gute Form der vorherigen Spiele , geben zu schnell auf und lassen Spielfreude- und Witz schmerzlich vermissen . Die Folge davon sind in dieser Form nie dagewesene individuelle Fehler . Alle drei Gegentore im ersten Abschnitt würden in einer Pleiten , Pech und Pannenshow vordere Plätze belegen . Ein Aufholen des 3:1 Rückstandes zur Halbzeit scheint zu diesem Zeitpunkt aufgrund der gezeigten Leistungen utopisch . Die beiden Sturmspitzen Kathi Reker und Gina Milutinovic sind in dieser Phase total abgemeldet und auch die Kreativabteilung im Mittelfeld erinnert mit seiner Einfallslosigkeit und mangelden Selbstbewusstsein an Szenen aus dem Filmklassiker “ Und ewig grüßt das Murmeltier . “


Halbzeit . Wie soll es weitergehen ? Mit taktischen Überlegungen ist einer positiven Wendung wohl nicht beizukommen . Erst einmal muss es mental passen , ein Ruck muss durch das Team gehen , auch die Brechstange ist im modernen Fußball immer noch erlaubt . Daher verbringen die TSV Damen die Halbzeitpause nicht unbedingt in kuscheliger Atmosphäre , aber dafür sind die Basics nach einer herzlichen Unterredung zum Anpfiff des zweiten Abschnittes wieder vorbehaltlos vorhanden . Nun schnürrt der TSV den Gegner in dessen Spielhälfte ein , dieser bleibt aber mit durchdachten Kontern immer gefährlich . Das Spiel hat jetzt den Charakter eine Powerplay , die tiefstehenden Geseker lassen aber dennoch kaum Torchancen zu und verteidigen etliche Distanzschüsse . In der 70 Min. kann Anna Heptner einen an ihr erzwungenen Foulelfmeter zum 2:3 verwandeln . Weiter rennt der TSV an und ist in der 81 Min eigentlich mausetot . Doch die Geseker Stürmerin erteilt der Heimmannschaft gnädig eine Lebensberechtigung . Absolut freistehend knallt sie den Ball an den Pfosten , es ist unfassbar , selbst die legendäre Torchance des Frank Mill ist dagegen als schwer zu machen zu bezeichnen . In der Nachspielzeit rächt sich das . Endlich tankt sich Kathi Reker auf rechts einmal durch , flankt fast von der Eckfahne auf den zweiten Pfosten , 9Meter vom Tor weg . Den lang fliegenden Ball trifft Gina Milutinovic genau im richtigen Moment ,perfekt und unglaublich schön anzuschauen zum 3:3 Ausgleich .


 Positiv festzuhalten ist , dass diese Mannschaft wieder einmal unter schwierigsten Bedienungen zurück gekommen ist . Mit einer wirklich desaströsen ersten Halbzeit hat sie sich aber um einen möglichen Sieg gebracht . Uneingeschränktes Lob über 90 Minuten haben sich nur Anna Heptner (voller Power ) , Peggi Stein (aufopferungsvoll in jeder Aktion und Vanessa Tölle (superelegant im Spielaufbau ) verdient .

 

 

15.03.15

Spexard-TSV Sabbenhausen 2-1

 

Gerade das macht die Sportart Fußball aus .Nach einen solchen Spiel geht auch ein Trainer , der wohl auf lokaler Ebene in tausenden Begegnungen scheinbar alles Mögliche erlebt hat , nicht einfach zur Tagesordnung über . Cool , entspannt sein , die gerade erhaltene Niederlage stur analytisch betrachten , das ist reines Wunschdenken . Es geht einfach nicht , nicht nach einen solchen Spiel .Wenn sich fast alles gegen ein Team verschwört und dies dennoch nicht ihren Willen bricht , dann ist das eigentlich der Stoff , aus dem amerikanische Sportfilme gedreht werden , und zwar die , mit Happy –End . Aber nicht einmal ein Unentschieden , ein Low Budget Happy –End war uns vergönnt . Bitter , wie der viel zu starke Kaffee , den ich beim Schreiben dieser Zeilen trinke , ist dieser Spielausgang . Wie müssen sich da erst die Spielerinnen fühlen , die sich fast ruinös alles abverlangten ?


Viele andere Teams hätten beim Tabellenzweiten , der zu Hause selbst den Tabellenersten Barntrup mit 4:1 abfertigte , im Vorfeld das Spiel mutlos abgehakt . Der TSV muss in Spexard auf die Stammkräfte Patty Griese und Netti Dudziak verzichten , auch Wiebke Werner fehlt , als einzige Ergänzungsspielerin steht Jacky Frowein zur Verfügung , ihr letztes Spiel hat sie vor einen Jahr bei den B- Junioren gemacht . Unter solchen Voraussetzungen auf einen Punktgewinn zu hoffen setzt schon entweder eine gute Portion Realitätsverlust oder krankhaften Optimismus voraus . Doch diese Mannschaft verschenkt nichts , sie ist scheinbar unbeeindruckt von den Handy Caps . Die ersten 25 Minuten offeriert sie wie ein Duplikat der letzten Begegnung in Varensell :Griffig , Diszipliniert , läuferisch überragend betätigt sie sich als Spaßbremse beim Gegner und lässt zudem den SV Spexard in ausgewählten Momenten ihre eigene Gefährlichkeit spüren . Richtig schmerzhaft wird es für den Favoriten in der 20 Minute , Gina Milutinovic und Kathi Reker haben wieder mal ein Konterdate , das letztere trocken zum 1:0 für den TSV abschliesst . Die Hoffnungen auf “ geht hier was “ erfahren aber nur 2 Minuten später einen Dämpfer , Spielgestalterin Anna Heptner zerrt sich und muss mangels Alternativen verletzt die Torhüterposition ausfüllen , Stammkeeperin Rike Kräft debütiert nun als Feldspielerin . Bis weit in die zweite Hälfte hält der TSV auch so dem Druck der Gastgeber stand und lässt kaum aussichtsreiche Gefahrenmomente zu .

 

Als Peggi Stein in der 59 Minute den gelb-roten Karton erhält und Spexard in der 63 . Minute seine zweite echte Torchance zum Ausgleich nutzt , wird die Luft für die Samsener Spielerinnen richtig dünn . Mit ihren letzten Körnern wehren sie sich , verzweifel , sich in Schüsse werfend , köpfend , sich anfeuernd , hoffend aber die Tragik holt sie in der vorletzten Minute ein . Das über die gesamte Spielzeitglänzen verteidigte gefährliche Zentrum vor dem 16 m Raum ist plötzlich frei , diesen Freiraum nutzt Alina Bauschen vom SV Spexard gnadenlos zum 2:1 Siegtreffer .
Gemäß den Umständen , dem Spielverlauf , der an den Tag gelegten Leidenschaft , ist diese Niederlage brutal .Als Trainer schmeckt mir diese Niederlage und der Kaffee immer noch bitter , ich kann aber vielleicht tröstend und ohne jegliche Übertreibung sagen : „ Ich durfte in 40 Jahren als Spieler nie eine Mannschaft erleben , die sich so tapfer gewehrt hat . Die Traurigkeit , die vereinzelten Tränen nach dem Spiel bei euch sprechen für eueren Charakter .
PS : Als Prämie gibt,s einen dreiviertel Schein und beim Training am Mittwoch ist Wellness angesagt .

08.03.2015

Varensell-TSV Damen 1-2


Es ist nur ein Minikader , den der TSV Sabbenhausen zum Beginn des Fußballjahres 2015 präsentieren kann , doch diese aus den verschiedensten Gründen geschrumpftes Restkontingent an Spielerinnen hat es in sich . Im 15 . Jahrhundertwaren die Substanzen Pech und Schwefel schreckeinflössend , wurden sie doch als wirksames Mittel bei den mitteralterlichen Hexenverbrennungen eingesetzt . Im Fussball dagegen erhält die Redewendung „ Pech und Schwefel “eine positive Wendung , wird doch in diesem Zusammenhang meistens ein hervorragender Mannschaftsgeist damit definiert . Dieser Teamgeist des TSV hat es in Varensell aber auch nicht unbedingt schwer , befindet er sich doch mit den übrigen positiven Rahmenbedinungen in bester Nachbarschaft : Es ist der frühe 8. März , 20 Grad Auusentemperatur und schon währen der Hinfahrt freuen sich die Spielerinnen wie blöde auf das Matsch . Selbst der Trainer hat gestützt auf die gute Trainingsarbeit der letzten Wochen bei selbst widrigsten Voraussetzungen ein „gutes Gefühl “ . An einen solchen Tag kannst du einfach nicht verlieren .


Die gute Stimmung soll auch nach dem Anpfiff anhalten , Der TSV Sabbenhausen spielt von Beginn an aggressiv , aber vor allen Dingen in dieser Form nie dagewesen diszipliniert , clever und zielorientiert . Es ist knallharter , humorloser Ergebnisfussball italienischer Machart , der dem Gegner zermürbt . In der 33 . Minute setzt der TSV aber ein echte Highlight . Kathi Reker erkämpft sich im Mittelfeld den Ball , behält die Ruhe und passt auf Anna Heptner . Beide erkennen blitzschnell in welch aussichtsreicher Situation sie sich nun befinden , ihre Auffassungsgabe hat längst auf den im Fussball so wichtigen instinktiven Modus umgeschaltet . Der Pass von Heptner zur durchstartenden Reker verläuft fast synchron und deren Hereingabe verwertet die Teamjüngste Gina Milutinovic volley zum 1:0 , ein Tor wie es ihr Vater vor 30 Jahren genauso gemacht hätte . In der36. Minute wittert Faye Oakley einen Braten , bekommt den Ball 8 Meter vor dem Tor , der Winkel ist ziemlich spitz und Abspieloptionen gibt es keine . Die technisch versierte Mittelfeld Spielerin bleibt kalt wie eine Hundeschnauze , versucht den Torschuss und wird mit dieser bodenlosen Frechheit belohnt . 2.0 , es ist der Moment wo das gute Gefühl der Aussenstehenden mehr als übertroffen wird , zumal die beiden Sturmspitzen des TSV in der Folgezeit für die gegnerische Abwehr ungefähr so vertrauenserweckend wirken , wie Piranhas im Amazonas .Sobald Gina Milutinovic und vor allem Kathi Reker (trifft innerhalb von 15 Sekunden zweimal leider nur den Pfosten ) auch nur in Ballnähe sind , verbreiten sie pure Angst bei ihren Gegenspielerinnen .


Der perfekte Nachmittag wird es leider doch nicht , das verletzungsbedingte Ausscheiden von Patty Griese und Wiebke Werner verdüstert die Aussichten auf das schwere Auswärtsspiel in Spexard . Zudem nimmt die Defensivabteilung um die sicher wirkende Torsteherin Rike Kräft selbstkritisch das späte Anschlusstor in der 90 . Minute zur Kenntnis .Eine Mannschaft die über 90 Minuten solange konzentriert ihr Pensum abspult , möchte als Lohn auch die Null sehen , nur so ist ein echter italienischer Nachmittag .
Verdient ist der Erfolg aber auf jeden Fall , weil keine Spielerinnen sich vor unangenehmer Drecksarbeit verweigert . Zudem besitzt der TSV in diesem Match ein Schnelligkeitsvorteil . Er Ist schneller am Ball , schneller im Zugriff und vor allem schneller im Kopf . Im Fussball hast du keine Zeit .

Stirpe -TSV Sabbenhausen 5:0 Frauen Bezirksliga

 

Erschreckend hoch verliert der TSV Sabbenhausen beim Tabellenzweiten mit 5:0 in Stirpe und die vornehmliche Zielsetzung das Spiel eng zu gestalten gerät zumindest von der Ergebnisbetrachtung unter die Räder . Uns wurmt dieser Spielausgang ungemein , spiegelt er doch einen vermeintlichen Klassenunterschied wieder , der in der Form nicht stattgefunden hat
Technisch reif lässt Stirpe ansehenswert den Ball zirkulieren , aber die ersten klaren Torchancen besitzt der TSV Sabbenhausen infolge schnell vorgetragener Konter durch Kathi Reker und Anna Heptner , der leider verletzungsbedingt die Dynamik fehlt , diese Aktionen erfolgreich abzuschliessen . In der 16. Min. steht der TSV im Herzstück des Mittelfeldes ungeordnet , diesen Freiraum nutzt Menning mit einen tollen Weitschuss zur 1:0 Führung des SV Stirpe aus . Die gleiche Spielerin erhöht aus fast gleicher Position in der 35. min zum 2:0 . Zu diesem Zeitpunkt spielt der TSV durchaus auf Augenhöhe mit , aber mehr als zu zwei Aluminiumtreffern der beiden Heptner Schwestern reicht es leider nicht . Ein klassisches Mißverständnis zwischen Abwehrchefin Vanessa Tölle und Torfrau Rike Kräft bringt Stirpe in der 55. Min. (Sanotowski) auf die Siegerstrasse . Weitere individuelle Fehler lassen das Resultat in der 72 Min. (Köhler) und der 88 Min. verdammt ungemütlich für uns aussehen .
Trainer Hasse : Das Resultat schockt uns ein wenig , im Bereich Schnelligkeit und dem schnellen Zugriff auf den Ball müssen wir demnächst spezifischer trainieren . Weiterhin laufen wir in Gefahr , das die immer wieder vorkommenden Individuellen Fehler die tolle Moral der Mannschaft doch irgendwann einmal gefährden . Keine Defizite in diesem Bereich zeigt heute wieder einmal Vanessa Tölle , die ungemein schnell , souverän und athlethisch agiert .Faye Oakley verdient sich zumindest zusammen mit Kathi Reker eine gute Fleißnote .
 

Höxter-TSV 1:3
Kleinigkeiten
„ Hätte , wäre , wenn , “ mit diesen drei Wörtern beginnen die meisten Erklärungsversuche nach vermeintlich unglücklich ausgegangenen Fußballspielen . Es sind meistens die Anfangswörter mauer Statements um die eigene Unterlegenheit zu kaschieren oder die Stärke des Gegners nicht aktzeptieren zu wollen . Der TSV Sabbenhausen verlor in Höxter mit 1:3 aber irgendwelchen verlockend erscheinenden Vertuschungsversuchen , die angesichts des Spielverlaufes mit einer 1:0 Halbzeitführung verlockend gewesen wären , erlagen die Spielerinnen des TSV nicht . Sie nahmen die Niederlage ohne zu lamentieren hin . Das mussten sie auch . Der Gegner hatte ein Plus an Torchancen und an Torentstehungsmöglichkeiten vorzuweisen , gewann demnach nach dem kleinen Fussballeinmaleins verdient .
Punkt , aus , so ist es einfach . Um aus einen Spiel , in dem das eigene Team spielerisch unterlegen erscheint , etwas positiv Messbares zu holen , bedarf es drei Grundvorrausetzungen : Motivation und Entschlossenheit , Glück und högschde ( frei nach Jogi Löw ) Konzentration . Die ersten beiden Bedienungen kann der TSV erfüllen , Einsatz , Griff und Motivation sind dem hohen Anspruch der zu bewältigenden Auswärtshürde gewachsen und wenn man die erste sich bietende Torchance zum 1:0 nutzt , scheint einem in Sachen Glück auch der Fußballgott an diesem goldenen Oktobertag wohlgesonnen zu sein . Aber alles muss passen , bis ins kleinste Detail . Im dritten Punkt scheitert die Mannschaft . Auf diesem ungeliebten Plastikfeld in Höxter ist sie nicht in der Lage konzentrierten Rasenschach zu spielen . Es sind vermeintliche Kleinigkeiten , die verhindern , das man auswärts auch mal glücklich einen Punkt klaut .
Konzentrationsfehler Nummer 1 :
Eine drei Mann (Frau ) Mauer bei eine zentralen Freistoss aus 18 Metern zu stellen ist sehr optimistisch gedacht , oder einfach nur fahrlässig , zumal die Schützin aus Höxter ihre Klasse schon bei den vorherigen Versuchen angedeutet hatte . Ein verantwortungsbewusster Gefängnisdirektor wird den Hochsicherheitstrakt seiner Anstalt auch nicht mit nur eine Lattenzaun schützen . So einladend ein solcher Zaun für einen ausbruchwilligen Schwerverbrecher ist , so verlockend lässt sich die Freistoßschützin in der 48 Minute von unserem Mäuerchen zum Ausgleich einladen .
Konzentrationsfehler Nummer 2 :
Ein langer Pass des Gegners gelangt flach in unseren 16 m Raum , Torhüterin Rike Kräft kann den Ball mit der Hand aufnehmen , entscheidet sich aber für eine Befreiungsschlag . Dadurch verpasst der TSV die Chance wieder Ruhe in das Spiel zu bekommen und eine neue Spielsituation zu generieren . Die Folge ist Hektik , Eckball und die anschliessende Führung schon in der 54 Minute für Höxter . Nicht das hier etwas missverstanden wird , Rike macht an diesen Tag ein tolles Spiel , bekommt die Note 2 , aber ohne diesen kleinen Lapsus wäre es eine 1 mit Sternchen gewesen . Professionell halt . Es ist beim Fussball manchmal wie beim Bombenentschärfen , in diesen Spielen darfst du einfach keine Fehler machen .
Die gesamte Defensivarbeit der Mannschaft war dennoch in Ordnung . Aus dem Spielverlauf heraus ermöglichte das Team dem Gegner kaum die gefährlichen ,flachen Zuspiele in den 16 Meter Raum , die Angreiferinnen wurden immer wieder wirkungsvoll nach aussen abgedrängt . Auch in Höxter stellten die Südostlipperinnen unter Beweis , dass sie mal nicht eben im Vorbeigehen zu schlagen sind .

28.09.2014

TSV-Varens​ell 1:2

 

So teuer wie geht


 Am 5. Spieltag steht nur ein Sieg , zwei Unentschieden und vor allem zwei unmittelbar aufeinander folgende Niederlagen im Habenbuch des TSV Sabbenhausen . Ist die zweite Saison in der Bezirksliga wirklich die schwerste , ist dies der Beginn des freien Falles und stellt sich jetzt die frage : Wie gehen wir damit um ?


 Bei den ganz großen Jungs in der Bundesliga würden die Zeitungsfritzen im Blätterwald berauscht von Untergangsszenarien berichten , und auch seriöse Sender wie ARD und ZDF kämen in Versuchung Sondersendungen zu schalten . Selbst bei unseren Liganachbarn RSV Barntrup hätte ein solcher Saisonstart zumindest ein handfeste Krisensitzung zur Folge gehabt . Die Antwort auf diese Frage bei uns fällt weitaus weniger dramatisch aus . Beim TSV Sabbenhausen geht man mit dem defitziär anmutenden Punktestand von fünf Zählern auf wohltuende südostlippische Art gelassen um . Die Mannschaft befindet sich immer noch in der Bandbreite ihrer eigenen Zielsetzung . Schönmalerei nach dieser Niederlage ist sicherlich fehl am Platz , wir haben schon einige Baustellen zu bewältigen , aber es ist auch wenig pragmatisch , wenn man krampfhaft nach Lösungen für Problemen sucht, die eigentlich gar keine sind . Denn ein Problem stellt dieses verlorene Spiel auf gar keinen Fall dar .


Ein Fußballspiel kann man stark vereinfacht in der Betrachtung der eigenen Mannschaft mit nur zwei Kernfragen analysieren , denen sich dann eine logische dritte Frage anschließt .
1. Frage : Hat das eigene Team mit Willen , Einsatz und SPASS agiert ?
 2. Frage : Hat sich das Team an ihren Plan , ihre Marschroute gehalten , alle zusammen ?
 3. Frage : passt das Ergebnis ?


 Die Fragen 1 und 2 konnte die Mannschaft heute vorbehaltlos mit Ja beantworten , damit hat sie alle ihre Möglichkeiten abgerufen und steht für begründete Trainerschelte nicht zur Verfügung . Das die beiden positiv ausgefallenen Antworten nicht automatisch zu einen echten Dreier geführt haben , ist schade , sollte uns aber nicht zu einer Stimmung wie in Wattenscheid verleiten lassen . Wenn man alles gibt und dennoch verliert , verlangt der Sport Demut . Kurz mit der Niederlage zaudern , nachdenken , ärgern , sich hilflos fühlen ist dann erlaubt und sogar gewünscht .
Gleich danach aber ist Aufstehen angesagt , ein so verlorenes Spiel ist schließlich keine sang und klanglose Kapitulation , die Frolleins aus Varensell waren froh als sie euch endlich von der Backe hatten . In dieser Niederlage steckt der Keim des Nichtaufgebens , der Sieg von morgen .
Deshalb ist es kein Problem .

TSV - Delbrück 2:1

Drei Punkte , ganz ungeschminkt

 „ Angebote , Angebote “ , schrie die Trainerin des Delbrücker SC vehement und penetrant bei fast jeder Spielsituation auf das Feld . Die Damen des TSV hatten ihre ganz eigene Antwort dafür parat , widerstanden energisch dem Handel eines attraktiven Spieles und stellten dem Gegner nur eine ernstgemeinte Offerte in Aussicht : „ null Punkte , und dann schöne Heimreise . “
 Zugegeben , der erste Dreier in der noch jungen Saison war glücklich und „ Jogo Bonito “ , das so von den Brasilianern genannte „schöne Spiel“ , hatte über die gesamten 90 Minuten Urlaub . In Samsen wurde es an diesen Sonntag jedenfalls nicht gesehen . Der Delbrücker SC stellte gestern in der Summe der Einzelspieler ganz klar die bessere Mannschaft dar , dass der TSV Sabbenhausen diese immerhin als Tabellenführer angereiste starke Mannschaft mit einer Mischung aus Glück und kämpferisch untermalten Rumpelfußball in die Knie zwingen konnte , zeigt welche Möglichkeiten der Sport auch für den vermeintlichen Underdog hergibt . Diese Rechnung geht aber nur dann auf , wenn der Außenseiter bereit ist alle seine körperlichen und mentalen Kräfte in die Waagschale zu werfen , bei nur 10 % weniger Input hat sie gegen den Favoriten keine Chance , verliert ein solches Spiel deutlich mit 4 oder 5 :0 . Zusammen mit dem bereits erwähnten Glück hat uns unsere Wehrhaftigkeit das Spiel gerettet . In einen verbissenen und knallhart geführten Spiel ( zwei rote Karten und etliche Scharmützel geben Zeugnis darüber ) hat uns zu einer souveräneren Gestaltung der Partie dennoch etwas Entschiedenes gefehlt : Vollgas im richtigen Moment !
Dazu ein Vergleich aus dem Straßenverkehr .


Auf einer schmalen Landstraße fährt ein PKW mit 70 Kmh , dem nachfolgenden PKW bietet sich eine Überholstrecke von ca. 400 m an , bevor eine scharfe Kurve dem Vorhaben ein jähes Ende setzen könnte . Jetzt setzt der zweite PKW zum Überholen an und beschleunigt dabei auf maue 75 kmh . Bei einen solch geringen Tempounterschied ist ein Happy End äußerst fragwürdig , ich spreche da aus Erfahrung . Die bessere Lösung ist runterzuschalten , Gas geben , hohe Drehzahl und halt hoher Energieverbrauch in diesen kurzen Moment zu wählen . Genauso verhält es sich beim Fußball . Laufen ist die Seele vom Spiel , aber selbst das pure Laufen allein reicht für den Erfolg nicht aus . Beim Freilaufen und Zulaufen der Gegner hast du mit eingebauten Tempomat keine Chance den Ball zu gewinnen . In diesem Augenblick musst du ein Raubtier sein : maximaler Muskeleinsatz , höchste Beschleunigung mit hoher Schrittfrequenz bei gleichzeitig höchsten Kalorienverbrauch sind erforderlich um in den Besitz der Beute zu kommen . Zudem Ist dabei bedienungslose Teamarbeit erforderlich , versagt auch nur eine Mitspielerinnen dabei , ist die gesamte Kraftanstrengung der anderen für die Katz . Genau das ist gegen Delbrück zu oft passiert .


Die Gesamtsituation zeichnet sich entspannter ab , unsere drei Auftaktgegner zusammen hätte man in Turnierform getrost als Todesgruppe bezeichnen können , von daher sind 5 Punkte als Ausbeute ohne Niederlage top .
Zum Spielgeschehen : Beide Sturmspitzen waren erfolgreich , Anna in der 40 Minute zum Ausgleich und Gina in der 52 Minute zum Siegtreffer ( feines Bild der Zeitung )
 Kathi Reker vertritt Vanessa Tölle auf dem Liberoposten seriös.
Mae Jones liefert eine gute Partie auf der ungewohnten Innenverteidigerposition . Sie löst dort unser Personalproblem sowohl körperbetont als auch gewohnt elegant .
Torhüterin Rike spielt mit Ausstrahlung und gibt damit dem Team die unbedingt notwendige Sicherheit .

07.09.2014

TSV -Spexard 1:1

 

Mindestlohn
 Zugegeben , der folgende Vergleich hinkt ein wenig , aber wenn man Sport als reinen Kampf ohne Spass definieren würde , manche nennen das auch schlichtweg Arbeit , dann darf man die Fußballdamen des TSV durchaus als schwer malochende Arbeiterinnen im Niedriglohnsektor bezeichnen . Genauso müssen sich die Damen am Sonntag gefühlt haben , die den hoch gehandelten Gegner SV Spexard über weite Strecken mit enormen Aufwand dominiert hatten und dennoch dabei nur ein karges Ergebnis von 1:1 erreichten . Das ist nur ein billiges Trinkgeld angesichts einer handwerklich einwandfreien erbrachten Leistung . Allein der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn hätte dafür normalerweise mit blitzsauberen 3 Punkten plus der Menge X an Toren honoriert werden müssen . So sah es auch fair der Tarifpartner , in diesem Fall der gegnerische Trainer des SV Spexard .

„ Dafür können wir uns nichts kaufen , “ und wahrlich enthält ein mageres Pünktchen nicht die Kaufkraft um in der Tabelle große Sprünge machen zu können . Dafür hat das Team um Mannschaftsführerin Rike Kräft im Rahmen der Sportwerbewoche ein vorher ebenso hoch gestecktes und vielleicht noch wichtigeres Ziel erlangt : die Mannschaft hat die endlich zahlreich erschienen Zuschauer mit ihrer Darbietung begeistert .
Die ersten 30 Minuten gehören ganz klar dem TSV . Jede noch so kleine Chance verloren gegangene Bälle sofort wieder zu erobern und schnell nach vorne zu spielen wird genutzt . Der läuferische Aufwand im höchsten Tempo ist enorm , da schaust als Trainer gerne zu . Die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen und Spielerinnen sind nie zu groß , ohne das dies von außen dirigiert werden muss . Dynamik pur . Alles passt , außer das Resultat , nur 1:1 zur Halbzeit , der TSV kreiert tolle Tormöglichkeiten durch Faye , Gina , Kathi und Anna , aber nur letztgenannte trifft zum 1:0 .Der erste Torschuss des ehemaligen Landesligisten bringt den Ausgleich in der !7 . Minute . So geht effektiv .
Die 2. Hälfte der niveauvollen Partie wird noch spannender , da jetzt auch der SV Spexard zu Einschussmöglichkeiten kommt . Beide Teams können die sich ergebenden Chancen nicht nutzen , wobei der SV Spexard von einen zusätzlichen zwölften Mitspieler profitiert , dessen metallische Dürre eigentlich nicht zu sehr vertrauensvoll als Torverhinderer in Anspruch genommen werden sollte . Der Pfosten rettet zum Ärgernis des TSV dem Gegner sage und schreibe 3 mal das Ergebnis . Imponierend indes wie sich die meisten TSV Spielerinnen über die gesamte Spieldauer verbissene Zweikämpfe führen , es ist ein fast scheinsteigerisches Verhalten . Dafür haben auch die sonst so kritischen Samsener Zuschauer ein feines Gespür , sie Zollen der Mannschaft beim Abpfiff ehrlichen anerkennenden Beifall .
Zusätzlich noch ein paar PS Randnotizen :
 Sina und Vanessa sind in Megaform und erhalten daher strengstes Urlaubsverbot .
Netti formverbessert , Gina immer besser .
Herrlich wie Anna sich über verlorene Punkte ärgern kann .
Die skurrilen Personalentscheidungen des Trainers sind durchaus diskussionswürdig

31.08.2014

Geseke -TSV Sabbenhaus​en 3:3

 

Wie gewonnen so…….
 „Mit einen punkt bei einen starken Aufsteiger auswärts kann man leben “ , mit dieser ebenso oftmals wahren wie auch phrasenschweinverdächtigen Aussage hätten die Fußballerinnen des TSV am Sonntag bei einen normalen Spielverlauf durchaus leben können .
Merde , Bullshit oder Malaker sind bei Eintreten eines unangenehmen Ereignisses international angewendete Schimpftriaden , und im sportlichen Sinne ist es ein verdammt unangenehmes Ereignis , wenn sich eine 3:0 Führung in der 95. Minute in Luft auflöst . Der deutsche Slogan „ So eine Scheiße“ braucht den Vergleich der hier vorher genannten internationalen Pedanten nicht zu scheuen und wurde auch folgerichtig unmittelbar nach Spielschluss der meist zitierte Satz der sonst so auf Höflichkeit bedachten Damen des TSV . Es spricht für sie , das sie die Bitterkeit des vermeintlichen Punktgewinnes sofort erkannt hatten . Mehr als ein Punkt eines verlorenen Sieges war es denn auch nicht .
Dabei beginnt die Saison 2014/15 richtig gut . Nicki Heptner unterstreicht ihre momentane Topform mit dem frühen 1:0 , Fernschuß nach gekonnten Dribbling . Es ist ein Tor , dass sich aus den Einzelkomponenten Technik , Dynamik und dem Wissen um das eigene Können zusammensetzt . Als in der 23 . Minute die leichtfüssige Stürmerin Gina Milutinovic gefoult wird , Anna den fälligen Elfmeter zum 2:0 verwandelt und nach einer tollen EIN BALL KONTAKT KOMBINATION über Gina , Nicki und Faye zum 3:0 erhöht , ist eigentlich die Messe gelesen .
Der Gegner ist geschockt , Samsen ist zu diesen Zeitpunkt zielorientiert , ballsicher und effektiv , funktioniert fast wie eine Maschine . Bis es in der 40 . Minute zum plötzlichen technischen Defekt kommt . Aus dem Nichts erzielt Geseke aus einer eigentlich schon bereinigten Situation den Anschlusstreffer .
Aber auch die ersten 25 Minuten nach Wiederbeginn gehören dem TSV , setzt aber hier verhängnisvollerweise nicht zum spielentscheidenden Punch an . Die Qualität der Flanken lässt zu wünschen übrig und das Freilaufen auf den Aussenpositionen ist nicht mehr von raumgreifender Dynamik geprägt . Zudem machen den Samsenerinnen von nun an immer wieder fatale Fehlabspiele zu schaffen , die mit enormen Aufwand auf Kosten von Eckbällen ausgebügelt werden müssen . Diese dicht in den 5 Meterraum geschlagenen Bälle bringen den TSV schliesslich das Genick . 3:2 in der 80 . Minute nach Eckball , 3:3 in der 95 Minute , ein absolutes Chaos Tor , wo der Ball wie eine wildgewordene Flipperkugel unheilvoll bei uns einschlägt .
Auch heute ist so ein Spiel immer noch zum Kotzen , ein gute Laune Killer weit über den Sonntag hinaus . Wenigstens sind wir nach den ersten Spieltag sieglos ungeschlagen .

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